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Emotionstest

Was sind Emotionen?

Emotionen sind körperliche Reaktionen, die durch äußere Einflüsse und/oder durch eigene Gedanken und Wunschvorstellungen ausgelöst werden. Jeder Mensch hat schon einmal Angst empfunden. Dabei wird jede Menge Adrenalin ausgeschüttet, es steigt der Puls, der Blutdruck schießt hoch und der Atem beschleunigt sich. Viele Menschen empfinden Angst als äußerst unangenehm, obwohl diese körperlichen Reaktionen in der Entwicklung der Menschen für die Erhaltung von Gesundheit und Leben unabdingbar waren. Der Körper bereitet sich damit auf eine unmittelbar bevorstehende körperliche Höchstleistung vor. Das kann entweder die Flucht vor der Gefahr oder die direkte Auseinandersetzung mit einem Gegner sein. Adrenalin sorgt auch dafür, dass die Übermittlung der Schmerzsignale ans Gehirn unterbrochen wird. Das kennt man von Unfallopfern, die immer wieder berichten, dass sie während des Schockzustandes keinerlei Schmerzen hatten, obwohl sie schwer verletzt waren. Auch positive Erlebnisse wie die plötzliche Nachricht über die Geburt des Kindes oder den Gewinn eines Wettbewerbes können solche Reaktionen im Körper auslösen. Bestimmte Körperregionen werden binnen Sekunden deutlich besser durchblutet und sorgen für ein wohliges Kribbeln.

Der EQ-Test

Während sich der IQ ausschließlich mit der rationalen Intelligenz beschäftigt, gibt der EQ = Empathie Quotient Auskunft darüber, wie gut ein Mensch mit seinem sozialen Umfeld interagieren kann. Jeder Mensch ist zu einem gewissen Teil vom rationalen Denken gesteuert und zum anderen Teil von seinen Gefühlen geleitet. Bei dem einen überwiegt die Steuerung vom Kopf her, während der andere eher „aus dem Bauch heraus“ seine Entscheidungen trifft. Doch auch unter den Menschen gibt es große Unterschiede, die sich zum überwiegenden Teil vom Gefühl her leiten lassen und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen darauf ausrichten. Allerdings ist für eine gute Freundschaft oder eine funktionierende Beziehung immer eine Mischung aus rational bedingtem und von Gefühlen gesteuertem Verhalten wichtig. Eine gute Menschenkenntnis setzt nämlich auch voraus, dass man die Körpersprache des Gegenübers interpretieren kann. Wenn man davon ausgeht, dass nur ein Bruchteil der Informationen direkt über das gesprochene Wort übermittelt wird, wird die Bedeutung der unbewussten Signale des Körpers deutlich. Niemand glaubt einem das zustimmende „Ja“, wenn man dabei unbewusst den Kopf schüttelt. Aus den spontanen Bewegungen anderer Menschen kann man eine ganze Menge ablesen. Um diese Erkenntnisse möglichst gut nutzen zu können, benötigt man eine hohe emotionale Intelligenz. Empathie bedeutet auch das Wissen darum, wie die eigenen Verhaltensweisen auf andere Menschen wirken und diese so abzustimmen, dass man seine Ziele verwirklichen kann, ohne anderen Menschen wehzutun. Die emotionale Intelligenz wird schon vom Kleinkindalter an geschult. Das Kind beobachtet den Umgang der Eltern miteinander und legt diese Verhaltensmuster als Datenbank im eigenen Gedächtnis ab.

Emotionale Defizite im Alltag

Einer ganzen Reihe von Menschen sagt man nach, dass sie „eiskalt“ wären. Das kann viele Ursachen haben. Einige besitzen eine so hohe emotionale Intelligenz gepaart mit einem berechnenden rationalen Denken, dass sie mühelos anderen Menschen ihren Willen aufzwingen können. Sie wissen, dass ihre eigenen Gefühle sie daran hindern würden, ihre Ziele vollständig durchsetzen zu können, wenn sie einen anderen Menschen dabei übervorteilen müssten. So unterdrücken sie ihre Gefühle. Einige von ihnen wenden diese Taktik auch innerhalb von Beziehungen an, was vom Partner dann als seelische Grausamkeit empfunden wird. Auch der Anteil von Menschen, die ihre eigenen Gefühle gar nicht wahrnehmen und die Emotionen anderer Menschen nicht interpretieren können, steigt europaweit kontinuierlich an. Klammert man psychische Erkrankungen dabei aus, reduzieren sich die Ursachen fast vollständig auf fehlende soziale Kontakte in Kindheit und Pubertät. Viele Kinder und Jugendliche verbringen ihre gesamte Freizeit vor dem Fernseher oder dem Computer und schaffen sich ihre eigene virtuelle Welt, in der sich die Bewohner per Mausklick ihren Wünschen beugen. Dadurch fehlt die aktive Interaktion mit anderen Menschen und damit auch die Chance, zu lernen, wie man selbst auf andere wirkt und welche körperlichen Reaktionen die Worte und Taten anderer Familienmitglieder, Freunde und Kollegen bei einem selber auslösen. Diese Kinder und Jugendlichen haben später große Schwierigkeiten, eine erfüllte und glückliche Beziehung führen zu können. Manche bleiben ein Leben lang Singles, andere wieder gehen immer wieder neue Beziehungen ein, die schon nach kurzer Zeit wieder scheitern. Ursachen dafür können neben den fehlenden eigenen sozialen Kontakten in Kindheit und Jugend auch besondere Bedingungen im Elternhaus sein. Gerade bei Scheidungskindern, die bei nur einem Elternteil aufwachsen, fehlt häufig die emotionale Intelligenz. Auch wenn ein oder noch schlimmer beide Elternteile drogen- oder alkoholsüchtig sind, werden völlig unangebrachte soziale Interaktionen als Normalität vom Kind übernommen.

Emotionstests in der Medizin

Eine ganze Reihe psychischer Erkrankungen manifestiert sich dadurch, dass das emotionale Leben der Patienten mehr oder weniger beeinträchtigt ist. Deshalb sind Emotionstests in der Medizin oft die einzige Möglichkeit der Diagnostik. Viele Persönlichkeitsstörungen bringen beispielsweise ambivalentes Beziehungsverhalten mit sich. Das bedeutet, dass einerseits ein übergroßer Wunsch nach menschlicher Nähe vorhanden ist und andererseits diese Nähe aber auch als erdrückend empfunden wird und ein emotionaler Rückzug der Patienten erfolgt. Über Emotionstests kann man eingrenzen, welche Störung dieses Verhalten verursacht und mit diesen Ergebnissen eine Therapie planen, die den Betroffenen ermöglichen soll, ein weitgehend „normales“ Gefühlsleben zu entwickeln. Das ist besonders bei Borderline-Patienten wichtig, denen die Abgrenzung zwischen dem eigenen Ich und den von der Umwelt geforderten Verhaltensweisen schwer fällt. Sie können einerseits das Alleinsein nicht ertragen, zeigen sich aber andererseits häufig aus nichtigen Gründen sehr aggressiv und ablehnend gegenüber ihrem sozialen Umfeld. Auch für schizophrene Menschen spielt der Umgang mit den eigenen Emotionen eine entscheidende Rolle bei einer erfolgreichen Verhaltenstherapie. Ihnen fällt es schwer, zwischen den durch die häufig mit der Krankheit verbundenen Halluzinationen und den aus der realen Welt stammenden Eindrücken zu unterscheiden und ihre damit verbundenen Gefühle richtig interpretieren zu können. Deshalb entwickeln sie oftmals einen durch keine reellen Fakten zu untermauernden Verfolgungswahn. Das kleinste Geräusch kann bei ihnen eine Kaskade an Angstreaktionen auslösen. Das kann so weit gehen, dass sie sich kaum noch aus dem Haus trauen. Auch Persönlichkeitsstörungen wie Alexithymie kann man nur mit Emotionstests korrekt diagnostizieren. Diese Patienten sind nämlich außerstande, die eigenen körperlichen Reaktionen richtig einzuordnen und können die Gefühle anderer Menschen nicht richtig interpretieren. Nach außen wirken sie eiskalt und berechnend, weil sie aufgrund ihrer Unsicherheit versuchen, alle Gefühle zu unterdrücken. Allerdings sind Alexithymiker meistens Menschen, die über eine hohe rationale Intelligenz verfügen, die sie sogar dazu befähigt, die Testergebnisse so zu manipulieren, dass am Ende ein falsches Ergebnis steht. Glücklicherweise sind in der Medizin eine Reihe neuer Tests entwickelt worden, mit denen eine saubere Diagnose gestellt werden kann.

Emotionstests als Alltagshilfe und zur Unterhaltung

Gerade wenn man sich nicht sicher ist, welche Gefühle zu welchem Gesichtsausdruck und zu welcher Geste gehören, können Emotionstests eine wertvolle Hilfe sein, mit der man trainieren kann, die Körpersprache anderer Menschen besser zu verstehen. Es ist wichtig, die Gefühle anderer Menschen richtig einordnen zu können. Das gilt nicht nur innerhalb der Familien, sondern in jeder im Alltag zu bewältigenden Situation. Es gibt eine ganze Reihe Emotionstests, bei denen der Gesichtsausdruck und die Gestik der Menschen bildlich dargestellt werden und der Proband daraus die richtigen Rückschlüsse ziehen muss. Vor allem bei Menschen aus anderen Ethnien fällt uns das immer sehr schwer, weil die Physiognomie für uns ungewohnt ist. Wenn der Europäer die Augen schmal macht, heißt das, dass er sich sehr genau konzentriert und im Hintergrund über etwas nachdenkt. Bei Menschen aus der fernöstlichen Welt ist das schon von Geburt an so, deshalb werden sie im Volksmund liebevoll-spöttisch als Schlitzaugen bezeichnet. Dort kann man als Europäer den Augenausdruck wesentlich schwieriger deuten. Deshalb ist für denjenigen, der das trotzdem können möchte, kontinuierliches Üben angesagt.

Viele erfolgreiche Fernsehsendungen setzen bei ihren Zuschauern auf die Gefühle, um hohe Einschaltquoten zu erzielen. Da müssen potenzielle Hochzeitspaare gemeinsam schwierige Aufgaben meistern, um so zu prüfen, ob sie einander auch absolut vertrauen und ihre Liebe auch stark genug ist, für den Anderen Opfer zu bringen. Viele Talkshows widmen sich in erster Linie hochemotionalen Themen wie Partnerschaft und Kinder und hoffen darauf, dass die Zuschauer sich in den handelnden Personen wieder erkennen und hoffen, von dessen erfolgreichen Verhaltensweisen lernen zu können. Da werden Lügendetektortests gemacht, um herauszufinden, ob der eine mit seinem Gefühl des Hintergangenwerdens auf der richtigen Fährte ist oder seine Eifersucht ihn dazu gebracht hat, ein paar Details zu große Aufmerksamkeit zu schenken. Einige Shows setzen Emotionstests dazu ein, mehr oder weniger erfolgreich als Partnervermittler tätig zu werden. Dabei können die Kandidaten mehreren potenziellen Partnern zum Thema Emotionen stellen, die diese entweder ehrlich oder auf lustige Art beantworten können. Verschiedene bunte Illustrierte setzen Emotionstests immer wieder ein, um ihren Lesern zu suggerieren, dass sie damit prüfen könnten, ob sie den richtigen Partner fürs Leben an ihrer Seite haben oder über die Emotionstests herausfinden könnten, welche Gefühle ihr/e Partner/in für ihn oder sie hat.

Schaut man sich die Plattformen für Partnervermittlung im Internet an, so wird man feststellen, dass sie beinahe durchgängig Emotionstests anbieten. Dabei wird vom Sternbild angefangen bis hin zu ganz persönlichen Interessen und Verhaltensweisen alles abgefragt und ausgewertet. Die Auswertung der dort verwendeten Emotionstests erfolgt auf unterschiedliche Weise. Einige werten nach Schwerpunkten aus und gehen in der verbalen Beurteilung darauf ein, welches Maß an Nähe und Distanz und aus Übereinstimmungen und Unterschieden bei den verschiedenen Interessen und Hobbys für eine Partnerschaft ratsam wäre. Andere Emotionstests nehmen keine verbale Beurteilung der Beziehungschancen vor, sondern setzen auf ein Punktesystem. Die dort hinterlegten Emotionstests sind teils sehr detailliert und umfassen bis zu hundert Fragen, die der Interessent beantworten muss. Daraus werden für die potenziellen Verbindungen sogenannte Matchpunkte vergeben. Je höher die Zahl der Matchpunkte ist, desto besser werden die Chancen für eine dauerhaft tragfähige Beziehung eingeschätzt. Verschiedene andere Plattformen bieten eine ganze Reihe verschiedener Emotionstests an, die sich vom klassischen EQ-Test bis hin zu Scherztests erstrecken.

Emotionstests in Zeitungen und auf Internetseiten

Viele Zeitungen und Internetseiten bieten immer wieder Emotionstests an, bei denen der Spaßfaktor an vorderster Stelle steht. Letztendlich ist immer irgendwie ein kleines Fünkchen Realität auch in diesen Tests vorhanden, aber hier geht es um völlig verquere Fragestellungen. Sicher hat der eine oder andere schon in einer Fahrschule den „alternativen Führerscheintest“ gesehen, der als bestes Testergebnis absolute Härte und Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr hervorbringen kann. Da gibt es beispielsweise eine Frage, was man tun soll, wenn die eigene Schwiegermutter mitten auf dem Zebrastreifen stehen bleibt. Als eine Antwortmöglichkeit steht dort, Gas geben und die Rentnerzielprämie kassieren. Wichtig ist bei den Emotionstests auf jeden Fall, auseinanderzuhalten, was ernst gemeint ist und was als Spaß zur Unterhaltung der Zuschauer oder der Auflockerung einer sonst öden Familienfeier gedacht ist.

Emotionstests, die zu diagnostischen Zwecken von erfahrenen Psychologen erarbeitet wurden, erzielen in der Regel recht verlässliche Ergebnisse, weil hier die einzelnen Fragen alle mehrfach in unterschiedlichen Formulierungen auftauchen und der Proband ein extrem gutes Gedächtnis haben müsste, wenn er dabei vorsätzlich falsche Antworten geben wollte. Emotionstests in den Unterhaltungszeitungen sollte man einen deutlich geringen Stellenwert beimessen. Sie sind häufig so drastisch verkürzt, dass die Ergebnisse teilweise erheblich verfälscht sein können. Wer im Internet nach Emotionstests sucht, der sollte genau darauf achten, von wem der jeweilige Test verfasst worden ist. Es gibt weltweit zahlreiche psychologische Fachseiten, die gute und umfassende Tests veröffentlicht haben. Auch die verschiedenen Selbsthilfegruppen bieten einfache und auch für den Laien verständliche Emotionstests an, die aber dennoch nur erste Anhaltspunkte liefern können, die vielleicht nur noch den letzten Schubs geben, mit dem Hausarzt über seine Probleme zu sprechen und sich von ihm beraten zu lassen oder für Paare mit Partnerschaftsproblemen den Anlass geben können, sich nun doch für eine Paartherapie zu entscheiden. Emotionstests ohne fachliche Anleitung allein reichen für eine verlässliche Diagnostik nicht aus und bieten erst recht keine Grundlage für eine Selbstmedikation mit frei verkäuflichen Psychopharmaka.

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