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Übergewichtstest

Was ist Übergewicht?

Ein ziemlich genauer Indikator für Übergewicht ist der BMI (Body Mass Index). Er setzt die Körpergröße zum Körpergewicht ins Verhältnis. Dabei wird die Formel „Gewicht geteilt durch die ins Quadrat gesetzte Körpergröße“ angewendet. Das bedeutet zum Beispiel, dass ein Mensch, der 1,80 Meter groß ist und ein Gewicht von 90 Kilogramm hat, einen BMI von 27,8 hätte (90 : 1,8 x 1,8) und damit schon leicht übergewichtig wäre, es sei denn, er wäre älter als 55 Jahre. Der BMI berücksichtigt auch das Alter. Bis Mitte zwanzig sollte er einen Wert von 24 nicht überschreiten, ab Mitte 40 ist ein Wert von bis zu 26 normal. Das steigert sich dann bis zu einem normalen BMI von 29 im Altern von 65 Jahren und mehr.

Eine in der Allgemeinheit oft angewendete Faustregel ist, dass das Gewicht in Kilogramm dann im Normalbereich ist, wenn sie die Zentimeter der Körpergröße nicht überschreitet, die über einem Meter liegt. Das heißt im Klartext, der 1,80 Meter große Mensch sollte ein Normalgewicht von 80 Kilogramm haben, was einem BMI von 24,7 entsprechen würde. Dabei geht man aber immer vom vollständigen Menschen aus, das heißt, wenn Körperteile fehlen, müssen Abzüge vorgenommen werden, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen. Ein weiteres Problem bei diesen Richtwerten ist das unterschiedliche Gewicht von Fettpolstern und Muskelmasse. Ein durchtrainierter Mensch mit gleicher Körperhöhe und gleichen Körperproportionen wird aufgrund des deutlich höheren Anteils an Muskelmasse immer ein paar Kilo schwerer sein, als derjenige, bei dem die Pölsterchen aus Fett bestehen. Heute wird der BMI immer häufiger als Index für die Feststellung von Übergewicht auch in der Medizin angewendet, obwohl er ursprünglich für die Einschätzung der Risikofaktoren von amerikanischen Lebensversicherungsgesellschaften entwickelt wurde. Heute dient er auch zur Berechnung von Risikozuschlägen – zum Beispiel bei der privaten Krankenversicherung.

Gesundheitsrisiko Übergewicht

Dass ein zu hohes Gewicht das gesamte Skelett und dort insbesondere die Gelenke in Hüfte, Knie und Füßen übermäßig beansprucht, sollte auch für den Laien nachvollziehbar sein. Dort ist bei starkem Übergewicht ein vorzeitiger Verschleiß vorprogrammiert. Oft leiden stark übergewichtige Menschen schon in jungen Jahren an Arthrose. Auch die entzündliche und oft rasch fortschreitende Arthritis wird in vielen Fällen durch eine Überlastung der Gelenke durch ein zu hohes Körpergewicht verursacht. Bei deutlichem Übergewicht sind fast immer auch die Cholesterinwerte deutlich erhöht, was wiederum eine Gefahr für das Gefäßsystem darstellt. Oft setzen sich dort die Venen und Arterien zu und gefährden die Durchblutung der Gliedmaßen. Da dem Übergewicht meistens eine ungesunde Ernährung zugrunde liegt, zeigt sich in den Laboruntersuchungen des Blutes auch häufig ein deutlich erhöhter Purinwert, der in vielen Fällen für die schleichende Entwicklung eines erhöhten Gichtrisikos führt. Durch die übermäßige Belastung des Kreislaufs nimmt häufig auch das Herz Schaden. Die ungezügelte Ernährung vieler Adipositas-Patienten sorgt in den meisten Fällen auch dafür, dass ein Diabetes mellitus entwickelt wird, der ohne die Mithilfe der Betroffenen kaum gebessert werden kann. Ist der Teufelskreis erst einmal so weit in Gang gebracht worden, folgen zahlreiche andere Erkrankungen. Der Diabetes fördert Entzündungen am und im Körper, die nur schlecht wieder heilen. Die Fettpölsterchen am Körper sorgen für Faltenbildung besonders im Bereich der Achseln und des Unterbauches. In diesen Falten sammelt sich der Schweiß, der bei übergewichtigen Menschen deutlich schneller aus den Poren schießt, und sorgt dort für langwierig zu behandelnde wunde Stellen. Viele Menschen mit zu hohem Körpergewicht haben auch immer wieder mit dem Problem Dekubitus zu kämpfen. Das sind wunde Stellen zwischen den Pobacken, die sich durch ständiges Sitzen oder Liegen bilden und die ebenfalls nur schwer wieder abheilen. Oft bleiben davon Narben zurück, die den Betroffenen ein ganzes Leben lang Probleme bereiten.

Medizinische Ursachen für Übergewicht

Das erste Argument zur Verteidigung übergewichtiger Menschen ist immer der Verweis auf gesundheitliche Probleme. Neben der genetischen Veranlagung spielen eine Reihe von Stoffwechselerkrankungen eine erhebliche Rolle bei der Ausbildung von Übergewicht. Allen voran spielt dort die Schilddrüsenfunktion eine erhebliche Rolle. Während die Menschen mit einer Unterfunktion häufig klapperdürr sind, kämpfen Patienten mit einer Überfunktion trotz entsprechender Medikation ständig darum, ihr Gewicht halten zu können. Auch Kortison spielt im menschlichen Stoffwechsel eine entscheidende Rolle. Patienten, die wegen entzündlichen Erkrankungen stark kortisonhaltige Medikamente nehmen müssen, leiden sehr häufig an Übergewicht, auch wenn sie sich gesund und ausgewogen ernähren. Daneben haben viele Psychopharmaka, die bei der Behandlung von Depressionen und Epilepsie eingesetzt werden, deutliche Auswirkungen auf den Stoffwechsel. Nicht zu unterschätzen sind auch Hormonpräparate. Die meisten Frauen, die eine hoch dosierte Pille zur Verhütung ungewollter Schwangerschaften nehmen, verzeichnen eine Gewichtszunahme, ohne dass sie ihre Essgewohnheiten verändert hätten. Das gilt auch für die Hormonpflaster, die gegen die Beschwerden des Klimakteriums eingesetzt werden. Eine weitere Ursache für Übergewicht im medizinisch relevanten Bereich sind die verschiedenen Essstörungen. Hier kennt man sowohl die der Magersucht häufig zugrunde liegende Bulimie als auch das krasse Gegenteil in Form der Esssucht, die die Betroffenen immer wieder dazu bringt, große Mengen an Nahrung in sich hineinzustopfen. Häufig manifestiert sich die Esssucht als Ersatzbefriedigung für irgendein Defizit im Leben der Patienten. Sie ist nicht zu verwechseln mit den Heißhungerattacken, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens in Situationen mit hohem emotionalem Stress kennenlernt.

Persönliche Ursachen für Übergewicht

Eine der Hauptursachen für Übergewicht sind falsche Essgewohnheiten, die vor allem bei der ständig steigenden Zahl von Singles in Deutschland zu verzeichnen sind. Vielen ist der Aufwand des Kochens zu hoch und sie greifen zu Fast Food oder anderen Fertigprodukten mit extrem hohem Fett- und Energiegehalt. Der Anteil von Fett in der Nahrung ist deutlich zu hoch. Man geht inzwischen davon aus, dass in Deutschland statistisch gesehen die doppelte bis dreifache Menge an Fett aufgenommen wird, die der Körper eigentlich bräuchte. Das überschüssige Fett nimmt der Körper trotzdem auf und lagert es an. Diese Angewohnheit des menschlichen Organismus stammt aus den Zeiten, wo das Nahrungsangebot nicht ständig in ausreichendem Maße zur Verfügung stand und der Körper sich Reserven „für schlechte Zeiten“ zulegen musste. Dieses Phänomen zeigt sich auch heute noch bei schwangeren Frauen, deren Stoffwechsel dafür sorgt, dass der Körper über ausreichende Reserven für die Zeit des Stillens verfügt. Das sicherte noch bis vor wenigen Jahrhunderten das Überleben der Menschheit. Wer denkt, dass er mit der drastischen Reduzierung des Fettes in der Nahrung dieses Problem in den Griff bekommen würde, der irrt leider, denn der Stoffwechsel ist auch in der Lage, aus den aufgenommenen Kohlehydraten selbst Fett zu bilden. Einer der wichtigsten Faktoren für die Entstehung von Übergewicht ist die Energiebilanz des Körpers. Wer körperlich schwer arbeiten muss, wie das zum Beispiel in der Baubranche und in der Forstwirtschaft der Fall ist, der verbraucht auch mehr Energie. Leistungssportler, die täglich mehrere Stunden hart trainieren, haben einen höheren Kalorienverbrauch als derjenige, den der Sport nur im Fernsehen interessiert. Die immer weniger aktive Freizeitgestaltung der Menschen, die lieber am PC sitzen als zum Beispiel wandern zu gehen, führt dazu, dass der Energieverbrauch immer weiter reduziert wird. Geistige Arbeit benötigt auch Energie, aber der Bedarf ist bei Weitem geringer als bei anstrengender körperlicher Arbeit. Vielen Menschen, die den ganzen Tag am Schreibtisch verbringen müssen, sieht man das auch am Hüft- und Bauchspeck an.

Neuere Erklärungsansätze aus der Forschung

Zuallererst einmal fand man heraus, dass der sogenannte Grundumsatz bei jedem Menschen verschieden ist. Grundumsatz nennt man den Anteil an Energie, den der Körper im Ruhezustand verbraucht. Er ist abhängig vom Ruhepuls des Menschen und von seinem Körpergewicht, denn – so kurios das auch klingen mag – der Energiebedarf übergewichtiger Menschen ist deutlich höher als der von Normalgewichtigen. Inzwischen fand man auch Erklärungsansätze dafür, warum die schwergewichtigen Menschen deutlich schneller schwitzen als die Menschen mit normalem oder zu niedrigem Gewicht. Das hat weniger damit zu tun, dass sie sich beim Bewegen mehr anstrengen müssen als andere, sondern man hat herausgefunden, dass dafür ein Selbstregelungsmechanismus des Körpers verantwortlich sein könnte, der durch eine Überwärmung dafür sorgt, dass mehr Energie umgesetzt wird. Inzwischen kam man auch zu dem Schluss, dass das Hormon Leptin bei der Entstehung von Übergewicht eine entscheidende Rolle spielen könnte. Leptin ist ein wichtiger Botenstoff, der dem menschlichen Hirn signalisiert, dass der Bedarf an zugeführter Energie gestillt ist. Ist in den Zellen ausreichend Fett vorhanden, steigt die Konzentration des Hormons im Blut an und teilt so dem Gehirn mit, dass der Mensch seinen Stoffwechsel mit ausreichend Nährstoffen versorgt hat, und löst so das Sättigungsgefühl aus. Bei einigen hochgewichtigen Menschen hat man den Eindruck, dass sie gar kein Sättigungsgefühl kennen und das Aufnahmevolumen ihres Magens durch die immer umfangreicher werdenden Mahlzeiten ständig steigern. Das könnte daran liegen, dass der Fettstoffwechsel dieses Hormon nicht in ausreichender Menge produzieren kann oder die entsprechenden Rezeptoren im Hirn fehlen, an denen dieser Botenstoff andocken kann. Auch Unregelmäßigkeiten in der Insulinbereitstellung durch die Bauchspeicheldrüse können für die Entstehung von Übergewicht verantwortlich sein. Man fand in Tierversuchen heraus, dass fehlende Insulinrezeptoren im Gehirn zu Übergewicht führen, weil kein Sättigungsgefühl entsteht und sie deshalb immer weiter futtern. Man geht davon aus, dass sich diese Erkenntnisse auch auf den menschlichen Organismus übertragen lassen.

Maßnahmen gegen Übergewicht

Zuerst sollte man die Beipackzettel von den Medikamenten genau durchlesen, die man ständig nehmen muss. Sollte dort eine Gewichtszunahme als unerwünschte Nebenwirkung auftauchen, empfiehlt es sich, mit dem Arzt zu sprechen, ob das Medikament unbedingt erforderlich ist oder eventuell durch andere Wirkstoffe ersetzt werden kann, die den gleichen therapeutischen Effekt haben. Als Nächstes ist eine Untersuchung der Schilddrüse sinnvoll. Die Werte können leicht über die Untersuchung des Blutes bestimmt werden. Anhand der dort gewonnenen Werte kann der Arzt Fehlfunktionen mit entsprechenden Medikamenten korrigieren. Gegebenenfalls sind mehrere Blutuntersuchungen notwendig, um die optimale Dosierung zu finden. Über diese Blutuntersuchung könnte auch gleich abgeklärt werden, ob die Bauchspeicheldrüse ausreichend Insulin produziert oder ob mit der Gabe entsprechender Medikamente unterstützt werden muss. Über eine Hormonbestimmung kann abgeklärt werden, ob die Fettzellen in der Lage sind, das Hormon Leptin zu produzieren. Sollten andere Stoffwechselerkrankungen vermutet werden, empfiehlt sich ein Besuch beim Endokrinologen, der genau darauf spezialisiert ist. Er kann auch die Energiebilanz genauer unter die Lupe nehmen und errechnen, wie viel körperliche Aktivitäten der Patient erbringen müsste, um eine negative Energiebilanz zu erreichen, die zu einer Reduzierung des Körpergewichtes führen würde.

Wer in einem Test feststellen musste, dass er Übergewicht hat, sollte als wichtigste Maßnahme seine Essgewohnheiten unter die Lupe nehmen. So banal das klingt, aber man sollte über einen gewissen Zeitraum einmal Tagebuch führen, was er wann isst und dazuschreiben, wie viel Fett, Kohlenhydrate, Eiweiße und Kalorien in den einzelnen Bestandteilen der Nahrung enthalten sind. Dann sollte man einmal die einzelnen Tage hochrechnen und mit den Werten vergleichen, die für eine gesunde und ausgewogene Ernährung empfohlen werden. Der Kalorienverbrauch eines durchschnittlichen Menschen wird mit 2.000 bis 2.500 Kalorien pro Tag veranschlagt. Allerdings gilt das nicht für Menschen mit infektiösen Krankheiten, die längerfristig mit verschiedenen Breitbandantibiotika behandelt werden müssen. Dort ist aus verschiedenen Gründen der tägliche Kalorienbedarf teilweise bis auf das Vierfache der normalen Menge erhöht. Wer seine Ernährung umstellen möchte, findet an vielen verschiedenen Stellen wirksame Hilfe. Die meisten Krankenkassen in Deutschland bieten kostenlose Diätberatungen an, denn von den diversen in einschlägigen Unterhaltungszeitungen veröffentlichten einseitigen Diäten sollte man besser die Finger lassen. Sie bringen zwar kurzfristig gute Ergebnisse, sind aber häufig für eine Langzeitanwendung nicht geeignet. Auch kann man mit seinem Hausarzt über eine prophylaktische Kur sprechen, in deren Rahmen durch spezielle Ernährung und gezielte sportliche Aktivitäten erst einmal ein Teil des Übergewichtes abgebaut werden kann und zusätzlich eine Reihe von Informationsveranstaltungen zum Thema Gewichtsreduzierung besucht werden können. In einigen Einrichtungen gibt es sogar therapeutische Diätköche, die die Patienten in ihre Kochtöpfe schauen lassen. Auch im Internet gibt es an vielen Stellen teils sehr gute und fachlich fundierte Hinweise zur gesunden Ernährung. Grundlegend gilt jedoch, bei der Umstellung der Ernährung darauf zu achten, dass sowohl der Anteil an Fetten und an Kohlehydraten reduziert wird und auch der Konsum zuckerhaltiger Lebensmittel einen bestimmten Rahmen nicht überschreitet. Wer darauf achtet, viel frisches Obst und Gemüse zu essen, kann erst einmal gar nichts verkehrt machen. Außerdem kurbeln einige Gewürze und roh verzehrte Gemüsesorten den Stoffwechsel ordentlich an. Wen das näher interessiert, der sollte sich im Buchhandel nach Fachbüchern zur gesunden Ernährung umschauen, die oftmals schon recht preisgünstig zu haben sind.

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